Nachschlagewerke (engl.)


d.wieser, 16. Juni 07

In englischer Sprache gibt das Netz bedeutend mehr her — meine Favoriten …

Dictionary of Cognitive Science

Ein Angebot der Universität Alberta, betreut von Dawson und Medler: Die Navigation wirkt sachlich-unaufgeregt, der Textoutput wirkt leicht zerquetscht und die Inhalte sind tadellos. Wer sich mit Fachvokabular aus der Kognitionswissenschaft auch auf internationalem Level anfreunden will, findet hier eine zuverlässige Quelle für Basisbegriffe, die irgendwie ermutigende Wirkung entfaltet (muss an dem hübschen Grün liegen). Die Stichprobe ergibt, dass ich auf dieser Site den Eindruck habe, allmählich etwas Grundlegendes über “Wernicke’s Area”, “Fluid Intelligence”, “Inductive Inference” oder “Allochiria” verstanden zu haben. Besonderes Feature sind die Quellenangaben zu jedem Artikel. Kurz, präzise, unaufgeregt — Zucker.
» Host: ualberta.ca

Ebook: Drugs, Brains and Behavior

“Drugs, Brains and Behavior” von den Biopsychologen C. Robin Timmons & Leonard W. Hamilton ist ein knapper, präziser Einführungstext in die Zusammenhänge zwischen Physiologie und Suchterkrankung. Dank Feinschliff im Inhaltsverzeichnis kann man selektiv lesen oder sich ganze Zusammenhänge erläutern lassen (Fakten übrigens, die in meinem Studium nie auch nur erwähnt wurden). Als pdf ist das Werk 2,2 MB schwer, für mich ist diese lizenzfreie, dauerzugängliche Darbietung als häufig frequentierte Informationsquelle — zugegeben, ein klitzekleines angekoppeltes Suchskriptchen wäre die Erfüllung — schlicht erwähnenswert. Und wo gibt’s sowas in deutscher Sprache, bidde?
» Host: rutgers.edu

Encyclopedia of Mental Disorders

Auf dieser Site gibt es zu einer endlosen Liste von Stichworten zunächst eine Kurzdefinition, folgt man dem Link, erhält man ziemlich ausführliche Informationen — leider nur in englischer Sprache — zu psychischen Erkrankungen, Therapiemethoden und Psychopharmaka. Stichprobe: MDD – Major Depressive Disorder ergibt einen prächtig strukturierten Fachartikel, der auf sämtliche infrage kommenden Nuancen eingeht, die mit diesem Krankheitsbild zusammenhängen. Angeschlossen ist ein noch recht junges Forum, aus dem wohl noch etwas werden könnte. Problematisch ist, dass ich aktuell keinen Websitebetreiber ausmachen kann — die einzelnen Einträge beinhalten zumindest die Angabe eines Verfassers. Büschn dubios.
» Host: minddisorders.com

Glossar des Electronic Journal of Communicative Psychoanalysis

Die wenigen Stichworte gehen deutlich über eine “Glossar”-Definition hinaus, zudem wird man auf Artikel, Essays und ganze Bücher verwiesen, die thematisch zusammenhängen.
Die thematische Spezialisierung ist sehr willkommen, zumal die Beiträge gigantische Länge aufweisen und zumeist sehr ansprechend formuliert sind. Die Aktualität lässt so arg zu wünschen übrig, dass ich geneigt bin, das Ding abseits der Archivfunktion für tot zu erklären. Tragisch!
» Host: escp.org

Online Dictionary of the Social Sciences

Englisches Lexikon für Sozialwissenschaften mit mehr als 900 Einträgen und einer ziemlich arg reduzierten Benutzeroberfläche. Mir scheint die Stichwortauswahl recht eigensinnig sowie inhaltlich höchst respektabel. Es ist unklar, ob daran noch gearbeitet wird und wie “alt” bzw. aktuell die Einträge sind — wie dem auch sei: ein herrlich sauberes Stück lizenzfrei dargebotene Internetquelle. Meine Hochachtung!
» Host: icaap.org

Stanford Encyclopedia of Philosophy

Es ist rundweg stanfordish, was dem zaghaften Infosuchenden hier geboten wird: die Einträge zu Philosophen ebenso wie zu Fachtermini sind nahrhaft-üppig — besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass jedem Artikel ein Autor zugeordnet ist, was effektiv die Vorzüge zu einer Wiki-Style-Informationsdatenbank allerdeutlichst hervorhebt. Beinahe auf Dissertationslänge erhält man hier bedeutend mehr Infos, als man sich hätte erhoffen können. Fehlt eigentlich nur noch die Vielsprachigkeit… Selbst Einträge zu lebenden Autoren sind gigantisch, inklusive Bibliographie, welche Internetlinks statt schlichter Bücherlisten einbezieht. Wer über Philosophie zu referieren hat, sollte unbedingt hier mit Recherchen beginnen: besser wird’s nicht. Zucker! Creme! Stanford eben.
» Host: stanford.edu


Zitation

wieser, d. (16. Juni '07): Nachschlagewerke (engl.), URL: http://www.social-psychology.de/sp/favoriten/nachschlagewerke-engl


29. November '07

Vorlesung zur Kommunikations- und Medienpsychologie

Ein recht aktueller Fund im Netz ist die Vorlesungsreihe Kommunikationspsychologie 2-4, die Professor Frindte im November 2007 an der Universität Jena präsentiert.


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Schlüsselkonzept
25. September '07

Einstellung

Einstellungen sind ihrer Natur gemäß subjektiv, stellen also nicht unbedingt ein objektives Abbild der wahrgenommenen Wirklichkeit dar. Sie sind vielmehr eng mit dem Bereich der Gedanken und Empfindungen des Individuums verbunden. Wissenschaftler sind der Frage nachgegangen, welche Aufgabe Einstellungen im Leben des Individuums erfüllen …


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Referat
03. Juni '07

Rogers, Carl: Bedeutsame Aspekte der klientenzentrierten Therapie

Das klientenzentrierte Wesen der Therapie besteht darin, dass sich der Therapeut darauf konzentriert, eine warme, zugewandte Atmosphäre zu gestalten, in welcher die Klienten arbeiten können.
Das Verhalten des menschlichen Organismus mag von den Einflüssen bestimmt sein, denen der Mensch ausgesetzt war, doch ebenso ist er von der kreativen und integrativen Einsicht des Organismus selbst bestimmt.


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