«Sie sind mir vorgekommen, wie die Billardkugeln, die auf der grünen Decke durcheinander laufen, ohne von einander zu wissen, und die, sobald sie sich berühren, desto weiter auseinander fahren.»
Goethe an Eckermann, 1827
Nachschlagewerke Online
d.wieser, 16. Juni 07
Meist landet man der Bequemlichkeit halber bei Wiki, es gibt allerdings wesentlich fachbezogenere, liebevoll bestückte Onlinelexika. Ich lege bei der Vorauswahl mein Augenmerk auf gute Benutzeroberflächen und halbwegs seriös wirkende Erläuterungen — meine Favoriten: …
Institut für deutsche Sprache
Wer in der Wildnis dieser putzigen Reform den Faden behalten will, kann sich vom Institut für deutsche Sprache die neusten Raffinessen bieten lassen.
Die Site bietet auch ein E-Lexikon mit ganz erstaunlichen Einträgen (da steht noch weniger drin als in meinem alten Duden), die allen Infos nach orthographischen Veränderungen widergeben. Für eben selbiges Phänomen kann ich spontan keine Beispiele finden — nunja, man kann in Zweifelsfällen dem geistigen Krampfanfall entrinnen, denn hier ist zumindest die Worttrennung ersichtlich, z.B.:
Normgerechte Schreibung: psychochirurgisch
Worttrennung: psy|cho|chi|r|ur|gisch
(copy ‘n paste — ich kann’s auch mit Silbentrennung nicht buchstabieren…)
» Host: ids-mannheim.de
Lexikon der Philosophie
Für diese Site hat jemand sein Herzblut gegeben, man findet in der Übersicht die unfasslichsten Detailinfos, da sieht man gerne über die etwas ungelenke Aufmachung der Site hinweg. Es handelt sich hier um eine meiner Lieblingsseiten (was auf mein philosophisches Defizit zurückweisen dürfte); man surft zwar nicht schön, aber staunend.
» Host: phillex.de
Philosophenlexikon
Die Schwesterseite des Philosophielexikons — irgendwie surft man hier bequemer, die Auswahl an Philosophen ist augenfällig riesig, die Textausbeute ist bei hämischen Stichproben begrenzt: “Roland Barthes ist ein Vertreter des Strukturalismus.” (Punkt!) — wow, eh?
» Host: philosophenlexikon.de
SocioLexikon
Die Bedienung ist denkbar einfach, die soziologischen Stichworte wirken etwas raumgreifender als die tatsächlichen Definitionen. Sicher keine tiefschürfenden und mit Bibliographie untermauerten Ausarbeitungen, aber zur Orientierung sicherlich brauchbar. Dort definierte man Sozialpsychologie (Anno 1999!) folgendermaßen: “Grenzwissenschaft zwischen Soziologie und Psychologie […]” — hübsch, nech?
» Host: sociologicus.de
Textlog
Peter Kietzmanns erstaunliche, zauberhaft gut geskriptete & sortierte Seite bietet neben belletristischen Texten auch philosophische Klassiker, die durchaus in die Psychologie hineinragen, wie wir dank Dr. Boeree anschaulich lernen können. Die philosophischen Texte sind auf meiner Site hauptsächlich im Themenbereich “vordenker” verlinkt; doch zwei Nachschlagewerke der Seite müssen hier erwähnt werden:
- Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe von 1904.
- Kirchner, Friedrich: Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe von 1907
— mit webtechnisch grandios verwirklichtem Kontextindex, so dass man gar nicht mehr vom Surfbrett runter will. Die Texte mögen gut hundert Jahre gereift haben, doch ich finde die Darbietung vor allem wegen der Nutzerfreundlichkeit um Längen besser als alles, was spiegelsGutenberg je zustande bringen wird.
Die Seite verfügt über eine hinreichende Suchfunktion und übersichtliche Listeneinträge zu den drei Hauptstandbeinen Philosophie, Belletristik und Wörterbücher. Vielleicht findet sich ein großherziger Sponsor, der diesen Webauftritt werbebefreit; das Projekt hat’s mehr als verdient. Standing Ovations!
» Host: textlog.de
Wortschatz Uni Leipzig
Auf diesem Internationalen Wortschatzportal kann man Begriffe aus aktuell 17 Sprachen nachschlagen. Man erhält ganz erstaunliche Referenzen in der jeweilig eingegebenen Sprache und dazu noch die allerschärfsten “Graphen”. Sehr gut fürs Sprachtraining, nix für schwache Nerven, denn sonderlich übersichtlich ist das Angebot irgendwie (noch) nicht.
» Host: uni-leipzig.de
Zitation
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16. Juni '07
PeriodikaVielleicht gibt es (noch) keine technisierbare “Qualitätskontrolle” für Internetquellen, es gibt allerdings verantwortungsvoll aufgezogene sog. E-Journale, welche die allerfeinsten Lektüresammlungen beinhalten. Meine Favoriten… » lesen ... |
05. Juni '07
MotivationMotivation wird in der Psychologie gemeinhin definiert als das, was Beginn, Form, Richtung, Intensität und Dauer menschlicher Handlungen bestimmt. Situative Einflüsse werden als motivierendes Potential in die Betrachtung einbezogen, persönliche Einflussfaktoren werden hier als Motive bezeichnet. » lesen ... |
19. Juni '07
Milgram: Bedingungen für Gehorsam und Ungehorsam gegenüber einer AutoritätStanley Milgram stellt in einem Aufsatz für Human Relations 1965 verschiedene Varianten seiner Studie zu Gehorsam und Ungehorsam dar. In Abwandlungen des Experiments erhält man tieferen Einblick in einige Faktoren, die gehorsames bzw. ungehorsames Verhalten gegenüber einer Autorität begünstigen bzw. hemmen: Nähe/Distanz zur Autorität, Nähe/Distanz zum Opfer, psychischer Konflikt und Anspannung, Autorität der im Hintergrund stehenden Institution. » lesen ... |


