«Wir sind heute ganz besoffen davon, besoffen von Computern überall, besoffen von den Fortschritten des Informationszeitalters. Aber wovon wir ganz besonders besoffen sind, ist die Tatsache, wie viel Geld sich damit verdienen lässt.»
Gaddis: Das mechanische Klavier
Periodika
d.wieser, 16. Juni 07
Vielleicht gibt es (noch) keine technisierbare “Qualitätskontrolle” für Internetquellen, es gibt allerdings verantwortungsvoll aufgezogene sog. E-Journale, welche die allerfeinsten Lektüresammlungen beinhalten. Somit lohnt es sich, Archive zu durchforsten und ein Auge auf aktuelle Publikationen zu haben. Die hier gelisteten Journale sind meine Creme der peer-reviewed | peer-refereed Onlinepublikation..
Culture Scan
Das Webangebot der Uni Hildesheim, Forschungsstelle für Interkulturelle Kommunikation, konzentriert sich thematisch engmaschig auf Kommunikation und Kultur — wie verwunderlich, dass alles so übersichtlich bleibt. Herausragendes Feature ist die pdf-Downloadbarkeit der Beiträge, wobei der staundende Leser feststellt, dass die pdfs Volume und Number aufführen, welche man auf der Site als Ordnungsprinzip vergeblich sucht: keine datierten Eintäge, keinerlei Suchfunktion, zweisprachig in englisch oder deutsch. Dafür sind die wenigen Beiträge überaus voluminös und in einer allzu vertrauten Art “Hausarbeitenstil” gehalten.
» Host: culturescan.de
punktum
Das E-Journal des Schweizerischen Berufsverbands für Angewandte Psychologie erscheint etwa viermal jährlich und wartet mit ansprechenden Themen wie etwa Notfallpsychologie, Kommunikationskulturen oder Langzeitarbeitslosigkeit auf. Sämtliche Ausgaben sind als pdf einseh- bzw. downloadbar. Womöglich wäre es ganz angebracht, den aufgelisteten Beitragsthemen die Namen der Autoren beizuordnen (fairer irgendwie), davon abgesehen — sehr aufgeräumt, super-sachlich und gehaltvoll. Applaus!
» Host: sbap.ch
Soziale Systeme
Die Zeitschrift für soziologische Theorie erschien zuletzt 2005; die Inhaltsverzeichnisse sind sämtlich einsehbar. Hervorragend scheint mir die Idee, wenigstens einige Aufsätze aus den bislang erschienenen Ausgaben als pdf anzubieten: es handelt sich um Volltextausgaben, welche die denkbar interessantesten Diskussionsbeiträge versammeln. Sehr hübsch — geht doch!
» Host: soziale-systeme.ch
Zitation
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16. Juni '07
Nachschlagewerke OnlineMeist landet man der Bequemlichkeit halber bei Wiki, es gibt allerdings wesentlich fachbezogenere, liebevoll bestückte Onlinelexika. Ich lege bei der Vorauswahl mein Augenmerk auf gute Benutzeroberflächen und halbwegs seriös wirkende Erläuterungen — meine Favoriten: … » lesen ... |
06. Juni '07
IdentitätEinerseits gibt es das menschliche Bedürfnis nach Einzigartigkeit und andererseits das soziale Bedürfnis der Zugehörigkeit – letzteres führt zu sog. Gruppenidentität aus der individuell empfundenen Zugehörigkeit zu z.B. einer ethnischen, familialen oder beruflichen Gruppe. » lesen ... |
05. Juni '07
Lucas & Lovagli: Selbstbehinderndes Verhalten: Gender, ethnische Zugehörigkeit und StatusDen theoretischen Hintergrund der Untersuchung bildet die Status Characteristics Theory, sie stellt Bezüge zwischen Merkmalen wie Geschlecht und Ethnie und dem gesellschaftlichen Rang eines Individuums her. Die Mitglieder einer Gruppe entwickeln Erwartungen bezüglich der individuellen Kompetenz, einen Beitrag zum Gruppenziel leisten zu können. Ein Erklärungsansatz für Geschlechterunterschiede bei selbstbehinderndem Verhalten lautet: wenn Geschlecht (in einigen Gesellschaften) ein Statusmerkmal ist und Männer höher geachtet sind als Frauen, zeigen Männer mehr selbstbehinderndes Verhalten, um so ihre (Selbst)Achtung zu schützen. » lesen ... |


