
2.3 Die Aufklärung
Das 17. Jahrhundert gehörte zu den aufregendsten Zeiten für die Philosophie seit dem antiken Griechenland. Obgleich die Macht der Religion nach wie vor immens war, sehen wir langsam Nischen der Toleranz an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten, in denen ein großer Geist sich entfalten konnte.
England war recht tolerant, wenn auch nur wegen seiner Vielfalt. Holland war der beste Ort. Ein kleines Land, das sich nach allen Seiten gegen militärische und ökonomische Angriffe verteidigen muss, braucht alle Unterstützung, die es bekommen kann, ganz gleich welcher Religion, Konfession und sogar ungeachtet der Frage, ob jemand ein Ketzer war.
Die zentralen Themen waren die des antiken Griechenlands: Woraus besteht die Welt? Wie können wir irgendetwas mit Sicherheit wissen? Was ist der Unterschied zwischen gut und böse? Doch nun kann man auf Jahrhunderte wissenschaftlicher Tradition zurückgreifen, auf Literatur, Geschichte, multikulturelle Erfahrungen und natürlich auf philosophische Dokumente. Vielleicht muss man zugeben, dass die modernen Philosophen nur die antiken Griechen ausführlich erklären, aber welche Erklärungen! Hat Rembrandt nur herumgekritzelt?
Ich werde die Philosophen dieser Zeit nacheinander vorstellen und dabei hoffentlich die “Kämpfe” zwischen Materialismus (d.h. Hobbes) und Idealismus (Berkeley), zwischen Empirismus (Locke) und Rationalismus (Spinoza), und zwischen Glauben (Leibniz) und Atheismus (Bayle) aufzeigen.

Europa 1700

Zeitleiste 1400 – 1800
Zitation
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