Identität


d.wieser, 06. Juni 07

Mit Identität bezeichnet man die geistige Repräsentation im Individuum, welche alle Informationen darüber versammelt, wer das Individuum eigener Einschätzung nach ist. Zur Identität gehört das Empfinden, sich von anderen zu unterscheiden und als Persönlichkeit dauerhaft Bestand zu haben. Einerseits gibt es das menschliche Bedürfnis nach Einzigartigkeit und andererseits das soziale Bedürfnis der Zugehörigkeit – letzteres führt zu sog. Gruppenidentität aus der individuell empfundenen Zugehörigkeit zu z.B. einer ethnischen, familialen oder beruflichen Gruppe.

Die individuelle Identitätsbildung hat Erik Erikson erforscht.

Onsite
  • [ ebooks ] Grundlagen der Sozialpsychologie » Gehirnwäsche als Angriff auf die Identität.
    Autor: PHD C. G. Boeree; dt.: d.wieser
  • [ ebooks ] Persönlichkeitstheorien » Erik Erikson.
    Autor: PHD C. G. Boeree; dt.: d.wieser
Offsite

Zitation

wieser, d. (06. Juni '07): Identität, URL: http://www.social-psychology.de/sp/konzepte/identitaet


04. Juni '08

Vorlesungen zur Sozialpsychologie WS 05/06

Prof. Dr. Heiner Keupp und Prof. Dr. Dieter Frey von der Ludwig-Maximilians-Universität München sind mit Vorlesungen zu Grundlagen der Sozialpsychologie (2005/2006) online als Videovorlesung zu verfolgen. Es handelt sich um insgesamt 26 Vorlesungen in bemerkenswerter technischer Qualität — von inhaltlichen Qualitäten will ich gar nicht reden… ein echter Favorit im Netz.


» lesen ...
Schlüsselkonzept
28. Januar '08

Ethnozentrismus

Prinzipiell ist Ethnozentrismus eine Kategorie zur Bezeichnung von Beziehungen zwischen Gruppen und meint die Neigung, Menschen anderer Gruppenzugehörigkeit / anderer Gesellschaften vor dem Hintergrund der Normen unserer je eigenen Gruppe und Kultur zu beurteilen. Es ist somit noch ein wenig mehr, als nur die Welt durch die unausweichlichen Filter der eigenen Kultur zu betrachten – Ethnozentrismus bedeutet, dass man Personen aus Fremdgruppen nach den Prämissen eigener Standards wahrnimmt und beurteilt. Dahinter verbirgt sich ein Mangel an (kultureller) Wahrnehmungsfähigkeit für Vielfalt und Varianz, oft schärfer definiert als Unvermögen, die Hintergründe fremder Kulturen und Gesellschaften in die Betrachtung ethnisch fremder Personen einzubeziehen. Es gibt im Übrigen eine Definition, nach der Ethnozentrismus als konzeptueller Rahmen verstanden wird, der auf der Wahrnehmung basiert, die eigene kulturelle / ethnische Gruppe sei anderen Gruppen überlegen – hier also eine Beurteilung mit eindeutiger Wertung.


» lesen ...
Referat
28. Juni '07

Sherif, Muzafer: Konformität, Abweichung, Normen und Gruppenbeziehungen

An Sozialwissenschaftler gewandt, die Normen als etwas durchweg Negatives sehen, führt Sherif an, dass Normlosigkeit durchaus nicht das Endergebnis sozialer Veränderungen ist. Die Sozialwissenschaften müssen somit nicht nur den blind machenden, degradierenden Wirkungen bestimmter Normen nachgehen, sondern eher gültige Kriterien für vorherrschende Normen heraus filtern, die derartige Wirkungen herbei führen. Der Weg zur Befreiung von normativen Zwängen besteht darin, die freie Wahl der Werte voranzutreiben und Organisationsformen zu entwickeln, die zu bereicherndem Verhalten und sogar der Selbstverwirklichung der Mitglieder in ihren sozialen Beziehungen beitragen können.
Quelle: Sherif, Muzafer: Conformity, deviation, norms, and group relations. In: Irwin A. Berg & Bernard M. Bass. Conformity and Deviation, 1961. (Host: brocku.ca) HTML


» lesen ...