Stress


d.wieser, 05. Juni 07

Stress lässt sich als etwas definieren, das die physiologische oder psychologische Integrität des Individuums bedroht – dabei kann es sich entweder um eine tatsächliche oder um eine subjektiv wahrgenommene Bedrohung handeln.

Man unterscheidet Stressor und Stressreaktion: Als Stressoren wirken Traumata, Verletzungen, physische Verausgabung, Umwelteinflüsse wie Lärm, Menschenmassen, extreme Temperaturen, und auf sozialer Ebene gelten alltägliche Auseinandersetzungen, Lebenskrisen, Jobprobleme und Streitigkeiten als Stressoren. Soziale Isolation gilt als Stressor, denn unterstützende soziale Kontakte wirken Stressreaktionen heilsam entgegen.

Menschliche Reaktionen auf Stressbelastung zeigen sich physiologisch in diversen Reaktionen des autonomen Nervensystems (ich vertiefe das nicht weiter) sowie im Verhalten: Wer unter Stress steht, wird Ärger gemeinhin aus dem Weg zu gehen versuchen, es gibt allerdings auch die entgegen gesetzte Reaktion, dass sich Menschen unter Stress nämlich so verhalten, dass die Stressbelastung steigt; hierzu zählen auch selbstzerstörerische Verhaltensweisen wie Rauchen und Trinken.

In gewisser Hinsicht sind Stressreaktionen erlernt, denn das Gehirn entscheidet vor dem Hintergrund vergangener Erfahrungen, was als Stress bewertet wird. Die physischen Reaktionen sind zunächst einmal ein schlichter Schutzmechanismus des Körpers, zu beachten ist, dass diese Mechanismen nur hilfreich wirken, wenn die Stresssituation von kurzer Dauer ist. Sind Stressoren dauerhaft wirksam, sind die Reaktionen des Körpers eindeutig als schädlich zu bewerten. Unter längerfristigem Einfluss von Stress konnten Veränderungen der Gehirnfunktionen sowie der Gehirnstruktur nachgewiesen werden, arteriosklerotische Erkrankungen werden in diesem Spannungszustand in ihrer Entwicklung beschleunigt. Untersuchungen haben nachgewiesen, dass Stressoren wie soziale Konflikte und auch Dominanzhierarchien (etwa am Arbeitsplatz) zu derarigen Reaktionen führen.

Bei den psychologischen Zusammenhängen von Stress und Erkrankungswahrscheinlichkeit ist der Begriff Kontrolle bedeutsam: Theorie der erlernten Hilflosigkeit (learned helplessness). Untersuchungen dieser Copingstrategie erbrachten das Ergebnis, dass Stresserkrankungen im Jobumfeld abnehmen, wenn das Gefühl der Kontrolle erhöht und der Zeitdruck verringert werden können.

In der Wissenschaft arbeiten Neurologen und (klinische) Psychologen in enger Nachbarschaft an diesem Thema; Arbeits- und Organisationspsychologen befassen sich beispielsweise mit dem Stressmanagement am Arbeitsplatz; klinische Psychologen erforschen neuronale Implikationen der Stressphänomene und Therapeuten arbeiten am Burn-Out Syndrom als Langzeitfolge von Stressbelastung.

Webquellen zum Thema zu finden, betrachte ich als (...) “schwierig”, da zwar erheblich geforscht, nicht aber öffentlich lesbar publiziert wird. Vermutlich ist das Thema derart heissssssss …


Zitation

wieser, d. (05. Juni '07): Stress, URL: http://www.social-psychology.de/sp/konzepte/stress


29. November '07

Vorlesung zur Kommunikations- und Medienpsychologie

Ein recht aktueller Fund im Netz ist die Vorlesungsreihe Kommunikationspsychologie 2-4, die Professor Frindte im November 2007 an der Universität Jena präsentiert.


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Schlüsselkonzept
31. August '07

Bystander Effekt

Untersuchungen von Darley und Latané konnten in den 1960er Jahren zeigen, dass (in experimentell nachempfundenen) Notfallsituation weniger die Persönlichkeitsmerkmale der Individuen, sondern vielmehr die Umgebungsgrößen der sozialen Situation innerhalb einer Gruppe von Zeugen ausschlaggebend für die Reaktion Einzelner ist.


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Referat
03. Juni '07

James, William: Existiert das "Bewusstsein"?

Die reine Erfahrung ist ein ursprüngliches Material, aus dem die Welt des Menschen besteht. Wissen ist dann die Beziehung, welche Bestandteile der reinen Erfahrung zueinander einnehmen. Somit gibt es Subjekt (Wissender) und Objekt (Gewusstes) – oder in philosophischeren Begriffen Erkennender und Erkanntes.


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