Pohlmann: Die soziale Geburt des Menschen


d.wieser, 22. Januar 08

Der recht dichte, voraussetzungsvolle Einführungstext widmet sich der sozialisationstheoretischen Reflexion anthropologischer Fragestellungen, die um die Ausformung menschlicher Grundkompetenzen ab dem Zeitpunkt der Geburt kreisen. Neben Sprache, Denken, Selbst-Bewusstsein und sozialer Handlungsfähigkeit bezieht der Autor auch die Ausformung der Körperfähigkeiten in die Darstellung ein.

Folgende Definitionen von Gesellschaft und Sozialisation sind den Ausführungen voran gestellt: Gesellschaften sind soziale Einheiten, «die auf irgendwie geartete Grenzziehungen zwischen Innen und Außen beruhen und die sich selbst rekrutieren, sich also “von innen” ergänzen und fortsetzen» (11). Daraus leitet sich eine anthropologisch relevante Dimension von Sozialisation ab, denn Gesellschaften müssen dem ständigen Austausch ihrer Mitglieder Kontinuität entgegen setzen – und zwar, indem Kultur von Generation zu Generation weiter gegeben wird, «und die Prozesse dieser Tradierung sind eben dasjenige, was der Begriff “Sozialisation” im weitesten Sinne meint» (11-12). Im Zentrum der Tradierung von Kultur innerhalb einer Gesellschaft steht die sprachliche Kommunikationsfähigkeit des Menschen, also die Verwendung von Sprachsymbolen auf diversen Abstraktionsebenen. Erst so wird, anders als in der Tierwelt, objektunabhängige Weitergabe von Wissen möglich: sprachliche Symbole ermöglichen die Vergegenwärtigung von Dingen, die im betreffenden Augenblick nicht tatsächlich vorhanden sein müssen, und tragen so dazu bei, dass kulturelles Wissen angesammelt werden kann.

1

Nach Portmanns Untersuchungen (Portmann, A.: Zoologie und das neue Bild vom Menschen, 1960) erläutert der Autor Friedrich Pohlmann im ersten Kapitel den biologischen Typus des menschlichen Säuglings in seinem Charakter als “normalisierte Frühgeburt”. Neugeborene zeigen keine der Eigenschaften, die als spezifisch menschlich angesehen werden und wurden von Portmann als “sekundäre” Nesthocker dargestellt – wegen ihrer grundlegenden Hilflosigkeit und fehlender artspezifischer Fähigkeiten. Hassenstein (Hassenstein, B.: Verhaltensbiologie des Kindes, 1987) hatte mit Bezug auf den Handgreifreflex bei Neugeborenen darauf hingewiesen, dass menschliche Säuglinge die Eigenschaften des “ehemaligen Traglings” zeigen, was einen Hinweis darauf gibt, dass der funktionslos gewordene Reflex eng mit dem Bedürfnis von Säuglingen verbunden bleibt, Körperkontakt zu Bezugspersonen zu halten. Von sozialisationstheoretischer Bedeutung ist zudem die Beobachtung, dass sich Säuglinge und kleine Kinder bei Angst und Unlust am ehesten durch Körperkontakt beruhigen lassen.

2

Im folgenden Kapitel geht es um Zentren und Muster der Weltwahrnehmung in der frühen Ontogenese, also um angeborene motorische (den Bewegungsapparat betreffende) Fähigkeiten und sensorische (die Sinnesorgane betreffende) Leistungen bei Neugeborenen. Angeboren ist nicht nur der Saugreflex, sondern ebenso der Greifreflex sowie die nur vorübergehend evidenten motorischen Phänomene Moro- und Schreitreflex. Die Wahrnehmungsfähigkeiten Neugeborener werden erst mit der Ausprägung der Sinnesorgane voll zur Geltung kommen, so ist zum Beispiel der visuelle Sinn so entwickelt, dass Objekte im Abstand von circa 20 Zentimetern Entfernung am besten wahrgenommen werden können. Die sozial bedeutsame Fähigkeit, Gesichter zu erkennen, bildet sich schon recht früh in der Entwicklung eines Kindes aus. Ähnlich ist die auditive Wahrnehmung bald nach der Geburt noch begrenzt, die besten Reaktionen zeigen Neugeborene allerdings bereits im Frequenzbereich der menschlichen Stimme. Zudem ist schon früh eine essentielle Koordination von Sehen und Hören zu beobachten, wenn Neugeborene den Kopf in die Richtung wenden, aus der sie eine menschliche Stimme vernehmen – ein soziales Signal. Das vornehmliche Bedürfnis des Neugeborenen nach Körperkontakt wird hier als grundlegende Disposition betrachtet, welche die Anlage für soziale Handlungsfähigkeit darstellt.

Die Haut zählt beim Säugling zu den wichtigsten Organen der Welterfahrung und ist das offensichtlichste Medium der frühen Mutter-Kind-Beziehung. Mund und Hand spielen beim Stillen eine zentrale Rolle, denn die Hand wird beim Stillen, rhythmisch auf die Saug- und Atmungsprozesse abgestimmt, zur Kontaktaufnahme zur Mutter eingesetzt. Ab dem zweiten Lebensmonat lächeln Säuglinge Gesichter an, die sich ihnen im angemessenen Abstand zeigen – dies ist als offenbar angeborene Antwortreaktion zu sehen, die durch eine noch grobe Anordnung von Augen, Stirn und Nase des Gegenübers ausgelöst werden kann.

Im sechsten bis achten Lebensmonat zeigen Kinder erstmals ängstliche Reaktionen auf fremde Gesichter, was auf der Verhaltensebene einer Kontaktverweigerung entspricht. Dies verweist zum einen darauf, dass fremde Gesichter als fremd erkannt werden und zum anderen weist es auf eine Objektbeziehung zu Bezugspersonen hin. Darin kommt das sozial bedeutsame Phänomen zum Tragen, dass Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit bereits unterschieden werden. Die so genannte Fremdenangst in dieser Entwicklungsphase stellt eine «ontogenetische Erstform» (37) des Grundelements der Vergesellschaftung dar – die eingangs erläuterte Grenzziehung zwischen Innen und Außen, zugehörig und nicht-zugehörig:

«In der Fremdenangst des Kindes steckt das Grundmodell für Fremdenfurcht und -ablehnung, stecken Verhaltensmuster, die durch Erziehungspraktiken zwar modifiziert und abgeschwächt werden können, aber als ein Potential weiterwirken, das durch Indoktrination mittels ideologischer Feindbilder jederzeit wieder belebt werden kann.» (37)

Ähnlich sozial relevant, doch nicht identisch, ist die Verlassensangst, die etwa im gleichen Altersabschnitt zu beobachten ist, hier geht es um die Abwesenheit der Bezugsperson und die Erfahrung von Alleinsein. Darin besteht ein deutlicher Entwicklungsfortschritt, da im Getrenntsein von anderen eine erste Ahnung des «Eigen-Seins» auftritt – es handelt sich dabei um ein Element menschlichen Empfindens, aus welchem mit fortschreitender Entwicklung Selbstreflexivität hervorgeht.

3

Das dritte Kapitel widmet Pohlmann den Grundelementen der Mutter-Kind-Interaktion, welche insbesondere bedingt durch die Regelmäßigkeit der Zuwendungen soziale Erfahrungsfähigkeit entstehen lassen. Für die Selbst-Erfahrung des Kindes sind die frühen Lautartikulationen immer rückbezogen auf den eigenen Hörsinn und bieten so ein wachsendes Selbstgefühl. In der Interaktion mit Bezugspersonen sind Lautäußerungen von deutlich sozialer Relevanz, da das Kind seine soziale Umwelt zu Interaktion und Kommunikation anregt, während die Kommunikation von Seiten der Bezugspersonen den Rahmen für den späteren Spracherwerb des Kindes bietet.
Der Blickkontakt ist gleichfalls ein enorm wichtiges soziales Interaktions- und Kommunikationselement in der frühen Entwicklung; im Angeschaut-Werden erhält der Blickkontakt schließlich Bedeutung für die Entstehung einer grundsätzlichen Selbstempfindung.
Interessant erscheint der Stichpunkt der «kommunikativen Fiktion» (47f), damit ist das Phänomen gemeint, dass Bezugspersonen sich Säuglingen gegenüber so verhalten, als seien deren Äußerungen tatsächliche Mitteilungen – indem sie ihr Verhalten auf diese Prämisse abstimmen, findet eine Art der Kommunikation mit Säuglingen statt, die deren Sprachfähigkeit weit überschätzt. Die Bezugspersonen «sind zur faktischen Überschätzung der Verständnisebene des Kindes gezwungen, weil sie ihre entwickelten Kompetenzen nicht auf diese Ebene regredieren können. Sie können nicht wie ein Noch-nicht-Kommunikator kommunizieren» (48), so Pohlmann. Die Kommunikationsfähigkeiten des Kindes könnten allerdings ohne diese Vorgehensweise nicht ausgeformt werden, damit ist ersichtlich, dass die fiktive Kommunikation eben jene Fähigkeiten hervor zu bringen hilft, die sie verfrüht voraussetzt.

4

In diesem Kapitel geht es um die sensomotorische Intelligenzentwicklung, wobei vor allem die hohe «Variabilität und Differenzierungsfähigkeit der menschlichen Motorik» (58) von anthropologischem Interesse ist. Neugeborene zeigen im Vergleich mit der Tierwelt ein stark reduziertes Instinktrepertoire und können spezielle motorische Fähigkeiten nur in der Auseinandersetzung mit der Umwelt erlernen. Wie im Ausdruck des Begreifens angelegt ist, werden auf diesem Wege Wahrnehmungssystem und Wissen erarbeitet, etwa durch sensorische Rückwirkungen der Objektmanipulation: Kinder “begreifen” Objekte, indem sie sie ertasten, es entwickeln sich so genannte Tastbilder der Objekte und diese wiederum bilden ein sensorisch speicherbares Wissen der Hand über die Objekte in der Umgebung. In diesem Kontext erläutert Friedrich Pohlmann Piagets Konzept der sensomotorischen Intelligenzentwicklung, auf die hier nicht gesondert eingegangen werden soll.

5

Das nächste Kapitel kreist um die Entwicklung des Selbst-Bewusstseins, also nicht um Selbstbewusstsein im alltagssprachlichen Sinne, sondern um das Bewusstsein der eigenen Existenz im sozialen Kontext. Selbst-Bewusstsein erwächst aus der Erfahrung von Verdoppelung und der Erfahrung des Eigenbewusstseins, wie Pohlmann weiter ausführt.
Verdoppelung meint die Fähigkeit des Menschen, mit sich selbst und über sich selbst zu sprechen (zu denken). Damit tritt der Mensch sich selbst als Subjekt bzw. als Objekt gegenüber. Aus dieser grundlegenden Fähigkeit kann sich die Fähigkeit zur Reflexion entwickeln, gemeint als durchaus auch kritisch-bewertende Dynamik des sich selbst Gegenübertretens.
Eigenbewusstsein bezeichnet die Gewissheit, dass man selbst eine einzige Einheit ist, ein unteilbares Bewusstsein (das sich dennoch in der Verdoppelung selbst gegenüber treten kann).

Der amerikanische Soziologe George Herbert Mead zeichnet in seiner Theorie die Entwicklung des Selbst-Bewusstseins in Prozessen sozialer Interaktion nach und hebt hervor, es sei unerlässlich für die Entstehung des Selbst-Bewusstseins, dass ein Individuum sich mit den Augen anderer, aus anderer Perspektive also, zu sehen lernt. Die bereits erwähnte Instinktunsicherheit des Menschen macht es erforderlich, das kulturell vorgegebene System sozialer Gebärden zu erlernen, insbesondere der Lautgebärden. Mithilfe bedeutungsgleicher Sprachsymbole lernen Kinder die Regeln der Sprache im Kontext ihres sozialen Umfelds, im Zuge der Verinnerlichung erwächst daraus schließlich ihre Fähigkeit, mögliche Reaktionen anderer zu antizipieren. Mead stellt den Prozess der Verinnerlichung als Resultat des so genannten “role taking”, also der Rollenübernahme dar, und überdies ist die Rollenübernahme eine zentrale soziale Kompetenz des Menschen, die soziales Handeln erst eigentlich möglich macht.

Am offensichtlichsten wird diese Dynamik im Spiel, wenn Kinder also in einfachen Rollenspielen die Perspektiven wechseln – darin liegen erste Elemente der Reflexivität begründet. Ab etwa zwei bis drei Lebensjahren beschäftigen sich Kinder mit Szenen, die sie erlebt oder beobachtet haben und spielen diese Szenen nach. Sie wandeln Abläufe ab, besetzen die Rollen neu und übernehmen schließlich spielerisch experimentierend die Perspektiven anderer Personen; hier sind die sozial bedeutsamen Kompetenzen zur Imitation und die Ausprägung der Vorstellungsfähigkeit ausschlaggebend.
Im Rollenspiel tritt eine maßgebliche Veränderung ein, wenn Kinder erste Erfahrungen mit Verboten gemacht haben – das Nein von Seiten der Bezugspersonen stellt nämlich die erste Konfrontation mit der normativen Gesellschaft dar. Nach Pohlmanns Ausführungen muss dieses Nein von Kindern verinnerlicht sein, damit sie die Fähigkeit ausprägen können, mit sich selbst innerlich zu kommunizieren (Intrakommunikation). In dieser Nein-Kommunikation geht es darum, die eigenen Bedürfnisse zu hemmen und sich selbst verbietend gegenüber zu treten. In der Fähigkeit, gegen sich selbst zu sprechen, liegt selbstverständlich auch die Anlage zur Fähigkeit, gegen andere zu sprechen, und somit letztlich die Grundvoraussetzung für Selbstbestimmung und Autonomie.
Das Körper-Selbst, dessen Entwicklung in der Literatur häufig vernachlässigt zu werden scheint, definiert Pohlmann als

«die noch vor jeglicher geistiger Reflexion liegende Erfahrung des eigenen Körpers als einer von anderen getrennten Aktions- und Empfindungseinheit, eine – nur sensomotorisch vermittelte — “Gewissheit” bezüglich des eigenen Körpers als Urhebers bestimmter Effekte.» (97)

Zentral sind in diesem Zusammenhang die Empfindung eigener Willensimpulse und die so genannte Kontingenzerfahrung, wenn Kinder im Zuge ihrer Entwicklung verstehen lernen, dass und inwiefern ihre Handlungen und bestimmte Konsequenzen im Verhältnis stehen.
Zur Entwicklung der visuellen Selbsterkenntnis hatten Forscher in Spiegel-Studien heraus gefunden, dass sich Kinder ab etwa zweieinhalb Jahren in ihrem Spiegelbild wiedererkennen, während sie in früheren Lebensstadien wesentlich andere Reaktionen auf ihr Spiegelbild zeigen. Pohlmann verweist darauf, dass Kinder vor einem Spiegel alle Grunderfahrungen machen können, die mit dem Begriff des Selbst-Bewusstseins verbunden sind: zuvorderst natürlich die naive Selbsterfahrung; des weiteren können sie sich von außen her mit den Augen Anderer betrachten; hinzu kommen Verdoppelung und der Dialog mit sich selbst und schließlich die Erfahrung der Einheit des Selbst.

6

Das Folgekapitel ist der Kommunikationsfähigkeit im sozialen Zusammenhang gewidmet. Ein erster Schritt im Prozess des Spracherwerbs besteht darin, dass Kinder Zeigegesten verwenden, um die Aufmerksamkeit der Bezugspersonen auf ein gemeinsames Objekt zu lenken. Diese simplen Gesten sind sehr kommunikativ, stehen an der Basis zum Spracherwerb und vermitteln bereits Intersubjektivität. Wie oben erwähnt findet das Erlernen der Sprache notwendig im sozialen Kontext statt. Als soziale Voraussetzung dieser wichtigen Entwicklung stehen die kommunikative Fiktion und die unwillkürliche Verhaltensprämisse, dass Bezugspersonen ihr Kommunikationsniveau dynamisch an die Entwicklungsfortschritte des Kindes anpassen.

7

Daran anschließend erläutert Pohlmann im letzten Kapitel die Voraussetzungen zur Entfaltung kreativer Fähigkeiten – Erkunden, Gestalten, Spielen. Beim Erkunden ist der Drang nach Wissen motivierender Faktor; hierin ist die Fähigkeit impliziert, «Realitäten in sich hineinzubilden» (121), was Pohlmann als Inbegriff der Subjektivierungskraft bezeichnet. Wenn Inhalte der Vorstellungswelt vergegenständlicht werden können, wird dieser Prozess entsprechend als Objektivierung bezeichnet – Kreativität in Form des Gestaltens. Spielen ist nach Pohlmanns Darstellung weder objektivierend noch subjektivierend, sondern «eine Handlungsform des Menschen, die – Motive und Strukturen der Alltagswirklichkeit außer Kraft setzend – ihren Sinn in sich selbst findet.» (122) Kinder spielen nur unter ganz bestimmten Bedingungen, etwa in Situationen, in denen sie nicht ängstlich, hungrig oder gestresst sind – man spricht auch vom “entspannten Feld”.
Der Autor differenziert folgende Typen des Spielens, wobei er sich auf Piagets Untersuchungen und Popitz Arbeiten bezieht: Funktionsspiele, Phantasiespiele und Regelspiele, die Erwachsene vorzugsweise spielen. Phantasiespiele haben anthropologisch relevante Funktionen, wenn darin tatsächliche Szenen nicht nur wiederholt, sondern auch verändert oder frei erfunden werden. Darin liegt ein Bereich der Macht – im Sinne von “Eigenregie” — sowie die Gelegenheit, die Perspektiven anderer Akteure zu erkunden. Indem Kinder die Perspektiven anderer Menschen spielerisch übernehmen, stoßen sie auf sich selbst (als Gegenüber), was wiederum die Entwicklung des Selbst-Bewusstseins voranbringt. Regelspiele bieten Kindern wie Jugendlichen Freiräume, die eigene Integration in gesellschaftliche Gruppen und Normstrukturen einzuüben. Allerdings sind im Spiel dieses Typs die geltenden Normen der Gesellschaft häufig irrelevant oder umgekehrt, dennoch geht es um regelgeleitetes Verhalten im sozialen Kontext. Somit können Regelspiele die Funktionsweise der Gesellschaft zwar nicht abbilden, sehr wohl aber unter verfremdeten Bedingungen simulieren.

Quelle: Pohlmann, Friedrich: Die soziale Geburt des Menschen. Einführung in die Anthropologie und Sozialpsychologie der frühen Kindheit. Weinheim und Basel: Beltz, 2000.


Zitation

wieser, d. (22. Januar '08): Pohlmann: Die soziale Geburt des Menschen, URL: http://www.social-psychology.de/sp/notizen/pohlmann-soziale-geburt


29. November '07

Vorlesung zur Kommunikations- und Medienpsychologie

Ein recht aktueller Fund im Netz ist die Vorlesungsreihe Kommunikationspsychologie 2-4, die Professor Frindte im November 2007 an der Universität Jena präsentiert.


» lesen ...
Schlüsselkonzept
05. Juni '07

Stress

In gewisser Hinsicht sind Stressreaktionen erlernt, denn das Gehirn entscheidet vor dem Hintergrund vergangener Erfahrungen, was als Stress bewertet wird. Bei den psychologischen Zusammenhängen von Stress und Erkrankungswahrscheinlichkeit ist der Begriff Kontrolle bedeutsam …


» lesen ...
Referat
19. Juni '07

Milgram: Bedingungen für Gehorsam und Ungehorsam gegenüber einer Autorität

Stanley Milgram stellt in einem Aufsatz für Human Relations 1965 verschiedene Varianten seiner Studie zu Gehorsam und Ungehorsam dar. In Abwandlungen des Experiments erhält man tieferen Einblick in einige Faktoren, die gehorsames bzw. ungehorsames Verhalten gegenüber einer Autorität begünstigen bzw. hemmen: Nähe/Distanz zur Autorität, Nähe/Distanz zum Opfer, psychischer Konflikt und Anspannung, Autorität der im Hintergrund stehenden Institution.
Quelle: Stanley Milgram: Some Conditions of Obedience and Disobedience to Authority in: Human Relations, 1965; 18; 57.


» lesen ...