Eine Einf√ľhrung [2007]

Pers√∂nlichkeitspsychologie, auch als Personologie bekannt, ist das Studium der Person, das heisst, des gesamten menschlichen Individuums. Wenn Menschen an Pers√∂nlichkeit denken, meinen die meisten eigentlich Unterschiede der Pers√∂nlichkeit — Typen und Merkmale und dergleichen. Das ist sicherlich ein wichtiger Teil der Pers√∂nlichkeitspsychologie, da eines der Charakteristika von Personen darin besteht, dass sie sich ziemlich von einander unterscheiden k√∂nnen. Doch der Hauptteil der Pers√∂nlichkeitspsychologie bezieht sich auf die breiter angelegte Thematik, “was es bedeutet, eine Person zu sein”.

Pers√∂nlichkeitspsychologen betrachten ihr Arbeitsgebiet (selbstverst√§ndlich) als an der Spitze einer Pyramide anderer Felder in der Psychologie gelegen, jedes detaillierter und pr√§ziser als die dar√ľber liegenden. Praktisch gesprochen bedeutet dies, dass Pers√∂nlichkeitspsychologen Biologie (insbesondere Neurologie), Evolution und Genetik, Empfindung und Wahrnehmung, Motivation und Emotion, Lernen und Ged√§chtnis, Entwicklungspsychologie, Psychopathologie, Psychotherapie und was sonst noch anf√§llt mit in die Betrachtung einbeziehen m√ľssen.

Da das ein ziemlicher Wurf ist, kann man Pers√∂nlichkeitspsychologie auch als das am wenigsten wissenschaftliche (und philosophischste) Feld in der Psychologie betrachten. Dies ist der Grund daf√ľr, dass die meisten College-Lehrveranstaltungen zur Pers√∂nlichkeit das Feld noch immer entlang der Theorien unterrichten. Wir haben Dutzende und Aberdutzende von Theorien, jede betont unterschiedliche Aspekte des Personseins, verwendet unterschiedliche Methoden, manche stimmen mit anderen Theorien √ľberein, manche widersprechen sich.

Wie alle Psychologen — und alle Wissenschaftler — sehnen sich Pers√∂nlichkeitspsychologen nach einer vereinheitlichten Theorie, eine, mit der wir alle √ľbereinstimmen, eine, die fest in soliden wissenschaftlichen Beweisen verwurzelt ist. Ungl√ľcklicher Weise ist das leichter gesagt als getan. Menschen sind sehr schwierig zu untersuchen. Wir haben einen enorm komplizierten Organismus vor uns (mit “Geist”, was immer das ist), eingebettet nicht nur in ein physisches Umfeld, sondern in ein soziales Umfeld, das aus weiteren solcher enorm komplizierter Organismen besteht. Es geht einfach zu viel vor sich, als dass wir die Situation schlicht vereinfachen k√∂nnten, ohne sie dadurch vollkommen bedeutungslos werden zu lassen!

Wir m√ľssen uns die verschiedenartigen Forschungsmethoden ansehen, die uns als Pers√∂nlichkeitspsychologen zur Verf√ľgung stehen, um nachvollziehen zu k√∂nnen, wo wir stehen…

Es gibt zwei gro√üe Klassen von Forschungsmethoden: quantitativ und qualitativ. Bei quantitativen Methoden geht es um Messungen und bei qualitativen Methoden nicht.. Messungen sind in der Wissenschaft sehr wichtig, weil Wissenschaftler √ľber das rein Subjektive hinaus hin zum mehr Objektiven gelangen wollen. Wenn meine liebe Frau und ich gemeinsam einen Mann ansehen und ich sage “er ist klein”, k√∂nnte sie sagen “nein, das ist er nicht — er ist ziemlich gro√ü!”, dann bleiben wir bei diesen beiden subjektiven Meinungen stecken. Wenn wir ein Ma√üband nehmen, k√∂nnen wir den Mann zusammen vermessen und herausfinden, dass er in der Tat 172,72 cm misst. Da ich 1,88 Meter gro√ü bin, k√∂nnte ich ihn f√ľr klein halten. Meine Frau ist 1,57 Meter gro√ü, und sie k√∂nnte ihn f√ľr gro√ü halten. Doch was das Ma√üband sagt, l√§sst sich nicht diskutieren!

(Eigentlich lassen sich beide Fälle nicht diskutieren, da meine Frau eindeutig immer richtig liegt.)

Einen Farbfleck k√∂nnte ich als blau aussehen und Sie als gr√ľn. Ein Musikst√ľck k√∂nnte mir schnell erscheinen und Ihnen langsam. Eine Person k√∂nnte auf mich sch√ľchtern wirken und auf Sie kontaktfreudig. Doch wenn wir die Wellenl√§nge der Farben messen, den Rhythmus der Musik, oder eine M√∂glichkeit finden, Sch√ľchternheit und Kontaktfreudigkeit numerisch zu ordnen, k√∂nnen wir √ľbereinkommen. Wir werden “objektiv”. Pers√∂nlichkeitstests zur Messung von Pers√∂nlichkeitsmerkmalen zu entwickeln ist eine allgemein verbreitete Aktivit√§t unter Pers√∂nlichkeitspsychologen.

Wenn man zwei verschiedene Formen des Messens nimmt — wie etwa ein Ma√üband und eine Waage — und wir messen Gr√∂√üe und Gewicht einiger Hundert unserer engsten und liebsten Freunde, k√∂nnen wir untersuchen, ob beide Messungen irgendwie zueinander im Verh√§ltnis stehen. Das wird als Korrelation bezeichnet. Und, wie Sie vielleicht erwarten, Gr√∂√üe und Gewicht von Personen korrelieren: je gr√∂√üer jemand ist, generell gesprochen, desto gr√∂√üer das Gewicht. Nat√ľrlich wird es Leute geben, die gro√ü aber leichtgewichtig sind, und andere, die klein aber ziemlich schwer sind, sowie lauter Variationen im Bereich dazwischen, doch es wird sich tats√§chlich eine bescheidene doch signifikante Korrelation zeigen.

√Ąhnliches werden Sie auch im Bereich der Pers√∂nlichkeit tun k√∂nnen. Beispielsweise m√∂chten Sie vielleicht herausfinden, ob Menschen, die sch√ľchtern sind, auch intelligenter sind als kontaktfreudige Menschen. Also entwickeln Sie eine M√∂glichkeit, Sch√ľchternheit-Kontaktfreudigkeit zu messen und eine M√∂glichkeit, Intelligenz zu messen (ein IQ-Test!), und dann messen Sie einige Tausend Menschen. Vergleichen Sie die Messungen und finden Sie heraus, ob sie korrelieren. Im Falle dieses Beispiels finden Sie wahrscheinlich wenig Korrelation, trotz unserer Stereotype. Korrelation ist eine beliebte Technik in der Psychologie, eingeschlossen das Feld der Pers√∂nlichkeit.

Was Korrelation nicht kl√§ren kann, ist die Frage, was verursacht was. Verursacht Gr√∂√üe irgendwie Gewicht? Oder ist es umgekehrt? Macht Sch√ľchternheit Sie kl√ľger oder macht Klugheit Sie sch√ľchtern? Das kann man nicht sagen. Es k√∂nnte so oder anders sein, oder es k√∂nnte in der Tat irgend eine andere Variable geben, die die Ursache f√ľr beides ist.

Hier kommt das Experimentieren ins Spiel. Experimente sind der “Goldstandard” der Naturwissenschaft, und alle Pers√∂nlichkeitspsychologen w√ľnschen, wir h√§tten es leichter damit. Im prototypischen Experiment manipulieren wir eigentlich eine der Variablen (die unabh√§ngige) und messen dann eine zweite Variable (die abh√§ngige).

So k√∂nnen Sie zum Beispiel den Grad der Drehung des Lautst√§rkereglers Ihres Radios messen und dann die tats√§chliche Lautst√§rke der Musik, die aus den Lautsprechern kommt. Was Sie finden w√ľrden ist, offensichtlich, dass je weiter Sie den Regler drehen, desto h√∂her die Lautst√§rke. Sie korrelieren, doch diesmal wissen Sie, weil der Regler (hier im w√∂rtlichen Sinne) manipuliert und die Lautst√§rke anschlie√üend gemessen wurde, dass das Drehen des Reglers in irgend einer Weise eine Ursache der Lautst√§rke darstellt.

√úbernimmt man diesen Gedanken in die Welt der Pers√∂nlichkeit, k√∂nnten wir Menschen gruselige Filme zeigen, die hinsichtlich ihres Gruselfaktors bewertet worden sind. Anschlie√üend k√∂nnten wir ihre Angst messen (mit einem Instrument, welches beispielsweise misst, wie verschwitzt unsere Handfl√§chen werden, oder mit einem schlichten Test, in dem wir sie bitten einzusch√§tzen, wie sehr sie sich f√ľrchten). Dann k√∂nnen wir uns ansehen, ob die Werte korrelieren. Und selbstverst√§ndlich w√ľrden sie das zu einem gewissen Grad. Zus√§tzlich wissen wir, je gruseliger der Film, desto mehr f√ľrchten wir uns. Ein Durchbruch in der psychologischen Wissenschaft!

Es sind verschiedene Faktoren, die Messung, Korrelation und Experimente f√ľr Pers√∂nlichkeitspsychologen erschweren. Erstens ist es nicht immer leicht, die Art von Dingen, f√ľr die wir uns interessieren, in sinnvoller Weisen zu messen. Sogar die Beispiele von Sch√ľchternheit-Kontaktfreudigkeit und Intelligenz und Angst sind bestenfalls zweifelhaft. Wie gut erkennen Menschen ihre eigene Angst? Wie eng steht ein Schwei√ütest mit Angst in Zusammenhang? Kann ein Papier-und-Bleistift Test Ihnen wirklich sagen, ob Sie klug sind oder sch√ľchtern?

Wenn wir zu einigen der wichtigsten Ideen im Bereich der Pers√∂nlichkeit kommen — Ideen wie Gewissen, Wut, Liebe, Motivationen, Neurose — schaut das Problem f√ľrs Erste un√ľberwindlich aus.

Eine weitere Schwierigkeit ist das Problem der Kontrolle. Insbesondere bei Experimenten m√ľssen Sie alle irrelevanten Variablen kontrollieren, um zu sehen, ob die unabh√§ngige Variable tats√§chlich eine Auswirkung auf die abh√§ngige Variable hat. Doch in jedem Augenblick sind es Millionen von Variablen, die ihre Wirkung auf uns aus√ľben. Selbst unsere gesamte Geschichte als Person fliesst mit ein und beeinflusst das Resultat. Kein steriles Labor wird derartiges jemals kontrollieren!

Selbst wenn Sie viele der Variablen kontrollieren k√∂nnten — die psychologische Version eines sterilen Labors — k√∂nnten Sie dann auch √ľber die Situation hinaus verallgemeinern? Menschen handeln im Labor anders, als daheim. Wenn sie beobachtet werden, handeln sie anders als im privaten Rahmen. Experimente sind eigentlich soziale Situationen, und sie unterscheiden sich von anderen sozialen Situationen. Realismus k√∂nnte die Antwort sein, doch wie stellt man Realismus her und beh√§lt zugleich die Kontrolle?

Dann gibt es das Problem der Samples (Proben). Wenn ein Chemiker mit einem bestimmten Felsen arbeitet, kann er sicher sein, dass andere Proben desselben Felsens auf die applizierten Chemikalien ähnlich reagieren werden. Selbst ein Biologe, der eine Ratte beobachtet, kann ziemlich beruhigt sein, dass diese Ratte den meisten Ratten sehr ähnlich ist (obzwar das diskutiert worden ist!). Auf Menschen trifft dergleichen mit Sicherheit nicht zu.

In der Psychologie nehmen wir oft College Freshmen als Untersuchungsteilnehmer. Sie sind bequem — leicht verf√ľgbar, leicht zur Teilnahme zu √ľberreden (indem man ihnen “Punkte” verspricht), passiv, ergeben … Doch egal welche Resultate man mit College Freshmen erzielt, sind sie auf Menschen in Fabriken √ľbertragbar? Auf Menschen am anderen Ende der Welt? Auf Menschen vor 100 Jahren oder 100 Jahre in der Zukunft? Kann man √ľberhaupt auf College Seniors verallgemeinern? This problem transcends the issues for quantitative methods to qualitative methods as well.

Was ist nun mit qualitativen Methoden? Bei qualitativen Methoden geht es grunds√§tzlich um sorgf√§ltige Beobachtung der Menschen, gefolgt von sorgsamen Beschreibungen, gefolgt von sorgf√§ltiger Analyse. Das Problem qualitativer Methoden ist klar: Wie k√∂nnen wir sicher sein, dass der Forscher wirklich sorgf√§ltig arbeitet? Oder, tats√§chlich, dass der Forscher √ľberhaupt aufrichtig ist? Nur, indem die Untersuchungen repliziert werden.

Es gibt ebenso viele qualitative Methoden wie quantitative Methoden. In einigen f√ľhrt der Forscher im Grunde Introspektion durch — er schaut sich seine eigenen Erfahrungen an — als Beweise. Das klingt schwach, doch faktisch ist es ultimativ der einzige Weg f√ľr Forscher, direkt auf die Art von Dingen zuzugreifen, die im privaten Raum ihres oder seines eigenen Geistes vonstatten gehen! Diese Methode ist unter existentialistischen Psychologen verbreitet.

Andere Forscher beobachten Menschen “in der Wildnis”, in etwa so wie Ethologen V√∂gel oder Schimpansen oder L√∂wen beobachten, und beschreiben ihr Verhalten. Das Gute daran ist, dass Beobachtungen sich mit Sicherheit einfacher replizieren lassen als Introspektionen. Anthropologen arbeiten typischer Weise mit dieser Methode, ebenso wie zahlreiche Soziologen.

Eine der verbreitetsten qualitativen Methoden im Pers√∂nlichkeitsbereich ist das Interview. Wir richten Fragen, manchmal vorformuliert, manchmal aus dem Stehgreif, an eine Reihe Leute, die eine bestimmte Erfahrung gemacht haben (etwa von einem UFOs entf√ľhrt wurden) oder an Leute, die in eine bestimmte Kategorie fallen (wie etwa eine Schizophreniediagnose). Die Fallstudie ist eine Version dieser Methode, hierbei geht es darum, ein recht umfassendes Verst√§ndnis eines einzigen Individuums zu erlangen, hierauf basiert ein Gro√üteil der Pers√∂nlichkeitstheorie.

Letztlich ist die Wissenschaft nur sorgfältige Beobachtung plus sorgfältiges Denken. Also tun wir Persönlichkeitspsychologen mit unseren Forschungsmethoden unser Bestes. Bleibt allerdings die Sache mit dem sorgfältigen Denken, und hier sind einige Besonderheiten zu beachten.

Erstens m√ľssen wir immer gegen Ethnozentrismus gewappnet sein. Ethnozentrismus ist (f√ľr unsere Zwecke) unser aller Neigung, Dinge aus der Perspektive unserer eigenen Kultur zu sehen. Wir werden in unsere Kultur hinein geboren und die meisten von uns verlassen sie nie wirklich. Wir lernen dies so fr√ľh und so gr√ľndlich, dass es zur “zweiten Natur” wird.

Zum Beispiel ist Freud 1856 in B√∂hmen geboren (B√∂hmen ist heute Teil der Tschechischen Republik). Seine Kultur — Mitteleuropa, deutschsprachig, viktorianisches Zeitalter, j√ľdisch… — war von unserer eigenen (was immer das sein mag) ziemlich verschieden. Etwas, das seine Kultur gebot, war dass Sex eine ganz schlimme Sache sei, eine animalische Sache, eine s√ľndige Sache. Man glaubte, Masturbation f√ľhre zu Kriminalit√§t, Retardierung und Geisteskrankheit. Orgasmusf√§hige Frauen hielt man f√ľr nymphomanisch, sie w√ľrden keine guten Ehefrauen und M√ľtter abgeben und w√ľrden m√∂glicherweise in der Prostitution enden.

Man muss Freud zugute halten, dass er in der Lage war, sich √ľber seine kulturellen Einstellungen bez√ľglich Sex zu erheben und davon auszugehen, dass Sexualit√§t — selbst weibliche Sexualit√§t — ein nat√ľrlicher (wenn schon tierischer) Aspekt des Menschseins ist und dass die Unterdr√ľckung der eigenen Sexualit√§t zu schweren psychologischen St√∂rungen f√ľhren kann. Andererseits sah er die M√∂glichkeit einer neuen westlichen Kultur — unserer eigenen — nicht wirklich, in welcher Sexualit√§t nicht nur als normal akzeptiert ist, sondern als etwas, dass alle bei jeder sich bietenden Gelegenheit tun sollten.

Zweitens muss man sich gegen Egozentrismus wappnen. Wiederum f√ľr unsere Zwecke definiert sprechen wir √ľber die Neigung, unsere Erfahrungen, unsere Lebensl√§ufe, als Standard f√ľr alle Menschen zu betrachten. Freud stand seiner Mutter sehr nahe. Sie war 20, als sie ihn zur Welt brachte, w√§hrend sein Vater bei seiner Geburt 40 Jahre alt war. Sie blieb daheim, um sich um ihn zu k√ľmmern, w√§hrend der Vater die zur damaligen Zeit √ľblichen 16 Stunden hindurch arbeitete. Der kleine Freud war ein hochbegabtes Kind, konnte im Alter vorn f√ľnf Jahren √ľber Erwachsenenthemen sprechen. Wie seine Mutter es ausdr√ľckte, war er ihr “goldener Siggi”.

Diese Umst√§nde waren ungew√∂hnlich, selbst f√ľr die damalige Zeit und Umgebung. Doch als er seine Theorie entwickelte, ging er wie selbstverst√§ndlich davon aus, dass die Mutter-Sohn Verbindung ein f√ľr allemal im Zentrum der Psychologie steht! Das war nat√ľrlich ein Fehler: Egozentrismus.

Schlussendlich m√ľssen wir uns gegen Dogmatismus wappnen. Ein Dogma ist eine Sammlung von Gedanken, bez√ľglich derer die betreffende Person keinerlei Kritik duldet. Haben Sie Beweise gegen meine Ideen? Ich will sie nicht h√∂ren. Haben Sie logische Fehler in meinen Argumenten entdeckt? Das ist irrelevant.
Dogmen sind in der Welt der Religion und Politik verbreitet, doch in der Wissenschaft ist absolut keinen Platz f√ľr sie! Die Wissenschaft sollte immer f√ľr neue Beweise und Kritik offen sein. Wissenschaft ist nicht “Wahrheit”; es ist nur eine Bewegung in die ungef√§hre Richtung. Wenn jemand behauptet, im Besitz der “Wahrheit” zu sein, kommt die Wissenschaft zum Stillstand.
Tja, trauriger Weise war Freud des Dogmatismus schuldig. Er hing so an seinen Ideen, dass er andere Meinungen von Seiten seiner “J√ľnger” nicht akzeptierte (religi√∂se Ausdrucksweise!). Einige, wie etwa Jung und Adler, sollten irgendwann ihre eigenen Theorien entwickeln. W√§re Freud nicht dogmatisch gewesen, w√§re er blo√ü neuen Ideen und Beweisen gegen√ľber offen gewesen und h√§tte zugelassen, dass seine Theorie sich offen entwickelt, dann w√§ren wir vielleicht heute alle “Freudianer” — und “freudianisch” w√ľrde etwas ziemlich anderes bedeuten und w√§re wesentlich gro√üartiger.

Genug der Vorbereitung. Fangen wir an. Womit sollten wir beginnen? Nat√ľrlich am Anfang. Und das w√§re der Gro√ümeister h√∂chst pers√∂nlich, Sigmund Freud.

Zitation

Boeree, C. George (23. M√§rz 2008): PersŲnlichkeitstheorien: Eine Einf√ľhrung [2007], URL: http://www.social-psychology.de/sp/pt/einfuehrung_2007

angrenzende Kapitel:
|

© 1998-2008 Dr. C. George Boeree. All rights reserved.
© dt. 2006-2008: d.wieser fŁr social-psychology.de. All rights reserved.