
Bandura, Albert [*1925 ]
Diskussion
Albert Bandura hat einen enormen Einfluss auf die Persönlichkeitstheorie und –therapie genommen. Sein Stil, der gerade heraus und dem Behaviorismus ähnlich ist, ist für die meisten Menschen sehr gut nachvollziehbar. Und sein handlungsorientierter problemlösender Zugang ist auch für diejenigen ansprechend, die ihre Schwierigkeiten so schnell wie möglich beilegen möchten, statt über das Es zu philosophieren, oder über Archetypen, Aktualisierung, Freiheit und all die anderen vergeistigten Konstrukte, denen sich Persönlichkeitstheoretiker so gerne widmen.
Für akademische Psychologen ist Forschung unerlässlich, und der Behaviorismus war immer der bevorzugte Zugang. Seit den späten 60er Jahren wird der Behaviorismus zunehmend von der “kognitiven Revolution” abgelöst, zu der auch Bandura seinen Beitrag geleistet hat. Die Kognitionspsychologie behält die experimentelle Orientierung des Behaviorismus bei, ohne die Forscher dabei künstlich auf externale Verhaltensweisen festzulegen, wo das geistige Leben der Klienten und Subjekte von so offensichtlicher Bedeutung ist.
Es handelt sich um eine mächtige Bewegung, und einige der heute wichtigsten Köpfe der Psychologie haben hierzu ihren Beitrag geleistet: Julian Rotter, Walter Mischel, Michael Mahoney und David Meichenbaum fallen mir spontan ein. Hinzu kommen Therapietheoretiker wie Aaron Beck ( cognitive therapy ) und Albert Ellis ( rational emotive therapy ). Auch die Nachfolger George Kellys gehören dazu, ebenso wie die vielen Menschen, die an der Erforschung von Persönlichkeitsmerkmalen arbeiten – Buss und Plomin (Temperament Theorie) und McCrae und Costa (Fünf-Faktoren Theorie) – sie sind im wesentlichen “kognitive Behavioristen” wie Bandura.
Ich habe so eine Vorahnung, dass das Feld der Wettbewerber im Fachbereich der Persönlichkeitstheorie sich letztlich einerseits auf den Kreis der Kognitionstheoretiker und andererseits auf die Existentialisten begrenzen wird.
Zitation
Kelly, George [1905-1967] « | » Ellis, Albert [*1913]
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