Soziobiologie

Kinder

Damit sind wir beim Thema Kinder und der Anziehung, die sie auf uns Erwachsene und wir auf sie ausüben.

Erwachsene vieler Spezies, uns selbst eingeschlossen, finden den Nachwuchs mit kurzen Armen und Beinen, flachen Gesichtern, verhältnismäßig großen Köpfen und großen runden Augen… “irgendwie niedlich” – “süß”, sagen die Soziobiologen.

Vom evolutionstheoretischen Standpunkt aus macht es Sinn, dass Tiere, deren Nachwuchs nach der Geburt noch relativ hilflos ist, ihre Babys anziehend finden.

Auf der anderen Seite finden die Nachkommen auch gewisse Dinge anziehend. Kleine Gänse, das ist inzwischen bekannt, finden das erstbeste bewegliche Objekt anziehend, das sich ihnen in den ersten zwei Tagen nach dem Schlüpfen darbietet – für gewöhnlich ist das die Mutter (oder auch Konrad Lorenz oder ein anderer Verhaltensforscher). Menschliche Babys reagieren auf Augenpaare, weibliche Stimmen und Berührung.

Die kleinen Gänse folgen dem Auslösereiz, indem sie hinterher laufen.

Soziobiologen gehen so weit zu behaupten, dass sich Mütter mehr um ihre Kinder kümmern als Väter (die Mütter investieren mehr in die Kinder und können sich sicher sein, dass es tatsächlich ihre Kinder sind); des weiteren, dass ältere Mütter sich besser kümmern als jüngere (sie haben geringere Aussichten auf weiteren Nachwuchs); dass wir besorgter um unsere Kinder sind, wenn wir wenige haben (oder nur eines!); dass wir uns mehr um unsere Kinder sorgen, wenn sie älter werden (weil sie nun bewiesen haben, dass sie überleben werden); und dass wir unsere Kinder dazu drängen, zu heiraten und eigenen Nachwuchs hervorzubringen.

Zitation

Boeree, C. George (06. Juni 2007): Persönlichkeitstheorien: Soziobiologie, URL: http://www.social-psychology.de/sp/pt/soziobiologie

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