May, Rollo

May, Rollo


d.wieser, 08. Dezember 07

geboren 1909 in Ohio — gestorben 1994 in Californien.

Er war als klinischer Psychologe ausgebildet, arbeitete als Psychotherapeut und Dozent mit Schwerpunkt auf existentialistischer Philosophie. Da er sich intensiv mit Konzepten europäischer Existentialisten beschäftigte, gilt Rollo May heute auch als Begründer der Existentialistischen Psychotherapie in den USA.

May untersuchte Konzepte wie beispielsweise Wille und Liebe, Angst und Kreativität, arbeitete jedoch auch an der Fortentwicklung psychotherapeutischer Techniken. Sein Einfluss steht für eine humanistisch orientierte Sicht von Persönlichkeit und Therapie.

Zu seinen Werken zählen u.a. The Meaning of Anxiety (1950), Man’s Search for Himself (1953), Existence (1956), The Art of Counseling (1965), Psychology and the Human Dilemma (1967), Love and Will (1969), Power and Innocence: A Search for the Sources of Violence (1972), The Courage to Create (1975), Freedom and Destiny (1981), The Discovery of Being: Writings in Existential Psychology (1983), My Quest for Beauty (1985), und The Cry for Myth (1991).
In deutscher Sprache erschienen u.a. Antwort auf die Angst. Leben mit einer verdrängten Dimension, Die Quellen der Gewalt. Eine Analyse von Schuld und Unschuld, Sich selbst entdecken. Seinserfahrung in den Grenzen der Welt, Freiheit und Schicksal. Anatomie eines Widerspruchs, Die Kunst der Beratung, Liebe und Wille und Der Mut zur Kreativität.

Details zu Rollo Mays Persönlichkeitstheorie finden Sie in Dr. C. George Boerees E-Book Persönlichkeitstheorien (s.u.)

Onsite
  • [ ebooks ] Persönlichkeitstheorien » Rollo May.
    Autor: C. George Boeree PHD; dt.: d.wieser, HTML-Version
  • [ PDF ] Persönlichkeitstheorien » Rollo May.
    Autor: C. George Boeree PHD; dt.: d.wieser, PDF 128KB
  • [ notizen ] May, Rollo: Die Quellen der Gewalt. Quelle: May, Rollo: Die Quellen der Gewalt. Eine Analyse von Schuld und Unschuld. ( Power and Innocence, 1972) Wien: Fritz Molden Verlag, 1974
Offsite

PRIMÄRQUELLEN:

SEKUNDÄRQUELLEN:

  • Die Webpräsenz des Rollo May Center für Humanistic Studies an der Saybrook Uni gibt nicht wirklich viel her… vielleicht kommt ja noch was. (Host: saybrook.edu) HTML

  • Wer sich für Mays enge Beziehung zu dem Theologen Paul Tillich interessiert, findet auf religion-online: Paul Tillich as Hero: An Interview with Rollo May, das Eliott Wright 1974 mit May geführt hat. (Host: religion-online.org) HTML

  • Ein weiteres Interview mit Rollo May zum Thema The Human Dilemma führt Dr. Jeffrey Mishlove für Thinking Allowed — es geht um existentialistische Psychologie, leider ohne Datumsangabe. (Host: intuition.org) HTML

  • Brent Dean Robbins erklärt in einem kleinen Abriss aus dem Jahr 1999 Mays Bedeutung für die existentialisitsche Psychologie. (Host: mythosandlogos.com) HTML


Zitation

wieser, d. (08. Dezember '07): May, Rollo, URL: http://www.social-psychology.de/sp/vordenker/may-rollo

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29. August '07

Vorlesung zu Erziehung & Sozialisation online

Dozentin Prof. Dr. Sabine Walper spricht über folgende Inhalte:

  • Psychoanalyse
  • Lerntheorien
  • Bindungstheorie (Bowlby, Ainsworth)
  • Strukturgenetische Theorien
  • Strukturfunktionalismus (Bonfenbrenner, Elder)
  • Rollen- und Interaktionstheorien (Parsons, Luhmann, Mead, Turner, Goffman)
  • Erziehung im Wandel
  • Familie
  • Die Rolle Gleichaltriger
  • Geschlechtstypische Sozialisation


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Schlüsselkonzept
31. Juli '07

Kognitive Dissonanz

Menschen zeigen das Bemühen, Kognition, Einstellungen, Annahmen, Wahrnehmungen miteinander und mit ihrem individuellen Selbstbild in Einklang zu bringen – psychologische Harmonie herzustellen, so könnte man sagen. Entsteht Dissonanz, werden Menschen ihre Einstellungen, Annahmen etc. so ändern, dass ein stimmiges Gesamtgefüge entsteht, denn derartige Unstimmigkeiten werden als überaus unangenehm und belastend empfunden.


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Referat
05. Juli '07

Gehorsam in moderner Gesellschaft: Die Utrecht Studien.

Das Gewicht der Autoritätsperson im Gehorsamsexperiment hat bei den Utrecht Studien nicht weniger Einfluss als bei Milgrams Experiment. Da die Form der ausgeübten Gewalt in dieser Studie alltäglichen Situationen angenähert ist, resultiert eine insgesamt höhere Gehorsamsbereitschaft für psychologisch-administrative Gewalt. Die Autoren sprechen hier von einem “Charakteristikum normaler sozialer Umstände” in modernen westlichen Gesellschaften.
Anders als in Milgrams Experimenten ist der Gehorsam hier nicht durch mangelnde Orientiertheit der Probanden zu erklären. Selbst wenn eine Woche im Voraus klar war, worum es im Experiment gehen würde, war die Gehorsamsbereitschaft extrem hoch. Die Experimente zeigten, dass die Probanden durchaus nicht unfähig wären, sich einer Autorität zu widersetzen, da sie sich beim ersten Anzeichen von Gefahr für sich selbst (legal liability) durchaus ungehorsam zeigen konnten. Als Grund nehmen die Autoren an, das Opfer sei in den Augen der Probanden eine neutrale Person, deren Schicksal ihnen letztlich gleichgültig sei, wenn sie die Verantwortung für den durch sie entstehenden Schaden einer Autorität (Institution) zuschreiben können.

Quelle: H.J. Wim Meeus & Quinten A.W. Raaijmakers: Obedience in modern society: the Utrecht studies. in: Journal of Social Issues, 1995.


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