«Was ein Thanatoide ist?
Eigentlich eine Abkürzung von “thanatoide Persönlichkeit”.
“Thanatoid” bedeutet “wie tot, nur anders“»
Thomas Pynchon: Vineland
McDougall, William
d.wieser, 14. Juni 07
geboren 1871 in Lancashire — gestorben 1938 in Durham (USA)
Als Pionier, der übrigens auch in Göttingen studierte, ist McDougall dafür bekannt, die erste Theorie menschlichen Instinktverhaltens erarbeitet zu haben. Zudem wirkte seine Arbeit auf die Entstehung der Sozialpsychologie hin. Er war 1901 Mitbegründer der British Psychological Society sowie des British Journal of Psychology.
Sein bekanntestes Werk ist An Introduction to Social Psychology (1908), worin er seine kontrovers diskutierte Instinkttheorie darstellte und erklärte, auch menschliche Beziehungen seien vor dem Hintergrund von Instinkten zu verstehen, welche die Gefühlswelt des Menschen bestimmen. Während des Ersten Weltkrieges betreute er Traumapatienten (PTSD) und veröffentlichte seine Erkenntnisse 1926 in Outline of Abnormal Psychology. Deutsche Werksausgaben sucht man wohl besser im Antiquariat, wie mir scheint, die online verfügbaren Quellen sind indes nicht zu verachten.
Onsite
- [ ebooks ] Geschichte der Psychologie » 4.6 Behaviorismus.
Autor: C. George Boeree PHD; dt.: d.wieser
Offsite
PRIMÄRQUELLEN:
- An Introduction to Social Psychology von William McDougall, 1919 (Host: mcmaster.ca) PDF
- The Group Mind von William McDougall, 1920 (Host: archive.org) PDF 16MB
- Can Sociology and Social Psychology Dispense with Instincts? von William McDougall, 1924. Beitrag aus dem Journal of Abnormal and Social Psychology (Host: brocku.ca) HTML
- The Mead Project » An Introduction to Social Psychology von William McDougall, revised edition 1926. (Host: brocku.ca) HTML
- The Battle of Behaviorism: An Exposition and an Exposure von John B. Watson & William McDougall, 1929. (Host: yorku.ca) HTML
- The Pagan Tribes of Borneo von Charles Hose und William McDougall, undatiert (Host: gutenberg.org) ZIP
- Individual and Groups von William McDougall, knapper Auszug aus The Group Mind (Host: radicalacademy.com) HTML
SEKUNDÄRQUELLEN:
- Das Mead Project bietet zu William McDougall einen gigantischen Auszug aus Carl Murchison: A History of Psychology in Autobiography (1930) an. (Host:brocku.ca) HTML
- Im Dictionary of Canadian Biography Online finden Sie zu William McDougall einen sehr detaillierten Beitrag zu Leben und Werk von Suzanne Zeller (2000) in englischer Sprache (Host: biographi.ca) HTML
- Zu den Entwicklungslinien der Motivationsforschung stellt Prof. Dr. Michael Trimmel eine skizzierte Zusammenschau ins Netz, die auch McDougalls Werk im Kontext darstellt; undatiert (Host: univie.ac.at) HTML
Zitation
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29. November '07
Vorlesung zur Kommunikations- und MedienpsychologieEin recht aktueller Fund im Netz ist die Vorlesungsreihe Kommunikationspsychologie 2-4, die Professor Frindte im November 2007 an der Universität Jena präsentiert. » lesen ... |
31. Juli '07
Kognitive DissonanzMenschen zeigen das Bemühen, Kognition, Einstellungen, Annahmen, Wahrnehmungen miteinander und mit ihrem individuellen Selbstbild in Einklang zu bringen – psychologische Harmonie herzustellen, so könnte man sagen. Entsteht Dissonanz, werden Menschen ihre Einstellungen, Annahmen etc. so ändern, dass ein stimmiges Gesamtgefüge entsteht, denn derartige Unstimmigkeiten werden als überaus unangenehm und belastend empfunden. » lesen ... |
03. Juni '07
Rogers, Carl: Bedeutsame Aspekte der klientenzentrierten TherapieDas klientenzentrierte Wesen der Therapie besteht darin, dass sich der Therapeut darauf konzentriert, eine warme, zugewandte Atmosphäre zu gestalten, in welcher die Klienten arbeiten können. » lesen ... |



